Erfahrungsbericht Gemmotherapie

Es zieht mich immer wieder in die Natur hinaus, um ihre Geheimnisse zu ergründen. Und so begebe ich mich gerne auf Kräuterwanderungen in der Nähe. In diesem Jahr wurde jedoch Mitte März etwas Besonderes von Ursula Stratmann (der Kräuterexpertin in der Nähe) angeboten, nämlich ein Seminar zur Gemmotherapie.

Die Gemmotherapie geht davon aus, dass in den Knospen der Bäume quasi schon alles enthalten ist, was der Baum einmal braucht und so sind diese für uns als Pflanzenstoffe sehr wertvoll. Die durch die Gemmotherapie hergestellten sogenannten Mazerate sollen also sehr wirksam sein. Schon Hildegard von Bingen hat Knospen von Bäumen benutzt und in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die sogenannte Gemmotherapie.

Nun trafen wir Interessierten uns an einem diesigen Morgen im März und noch bevor wir die ersten Informationen bekamen, ging es rundherum ins Gehölz zum Knospen sammeln. Hierfür hatten wir einen erfahrenen Baumexperten zusätzlich an unserer Seite, der uns half, die Knospen zu identifizieren und uns auch viele Tipps gab, wie wir durch das Sammeln unserer Knospen den Baum nicht schädigen.

Einfach loszustürmen und alle Knospen abzureißen ist nämlich nicht sehr nachhaltig und führt zu Schädigungen des Baumes. Doch oft liegen Zweige mit Knospen am Boden und da man nur ungefähr einen Teelöffel braucht für die Herstellung eines Mazerates, kann man sich da bedenkenlos bedienen. Alle weiteren Zweige hat unser Baumexperte für uns geschnitten und dabei auch erklärt, welche Zweige bedenkenlos zu schneiden sind.

Nachdem wir eine Menge Knospen gesammelt hatten, ging es über zur Theorie, wo wir neben der Herstellung der Mazerate auch viel über Bäume an sich gelernt haben. Es ist nämlich gar nicht so leicht, die Bäume und Knospen zu erkennen, wenn sie noch keine Blätter haben im Frühjahr. Wichtig ist auch, dass die Knospen noch nicht aufgeblüht sind, weswegen sich viele Knospen recht ähnlich sehen.

Dann haben wie ungefähr 10 Mazerate selbst hergestellt, die man ähnlich wie Tinkturen von Kräutern anwenden kann. Ein Skript und viele Buchempfehlungen gab es auch noch dazu und so verging der Tag wie im Fluge. Nach Hause gegangen bin ich mit rudimentären Kenntnissen über Baumschnitt, dem Wissen wie ich Bäume auch im Winter oder frühen Frühjahr bestimmen kann, einem zusammenfassenden Skript, 10 angesetzten Mazeraten und der wagen Ahnung, dass ich das Seminar nochmal besuchen möchte um einige Kenntnisse zu vertiefen.

Wyldhuntress
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