Kraftorte: Das Labyrinth in Viersen

Labyrinth in Viersen – Kraftort von Lumnettahexe Barbara
Aufnahme: Barbara (eigenes Bild)

Allgemeines

Als ich mich mit dem Thema Geomantie auseinander gesetzt habe, ist mir wieder besonders das Legesystem „das Gewebe“ aus dem Tarot bewusst geworden. Das besagt: „Alles ist miteinander verbunden“. Das Wissen, wie Menschen, Tiere und die Natur Einfluss aufeinander haben, ist schon faszinierend.

Die Energiebahnen der Erde können durch Wasseradern oder Erzanreicherungen gestört werden. Auch Erdverschiebungen oder dort, wo das Gestein gebrochen ist, kann sich das Energiefeld verändert haben.
Jahrzehntelange Nutzung von bestimmten Wegen, Plätzen und Orte prägen sie und hinterlassen ihre Spuren.

Ley-Linien

Bei meiner Recherche über Kraftplätze bin ich über die Ley-Linien gestolpert.
Besondere Orte sind durch Energiebahnen miteinander verbunden. Diese Bahnen verlaufen meist recht gerade, passen sich aber auch der Natur an und können über viele Kilometer lang sein. Kreuzen sich eine oder mehrere Bahnen, ist diese Kreuzung ein sehr energiereicher Platz. Diese Wissen hat man genutzt um dort strategisch wichtige Gebäude und Gedenkstätten zu errichten. Auf solch einem Punkt steht das Freiburger Münster. Auf dem Platz von Stonehenge laufen 5 Ley-Linien zusammen.
Da die Ley-Linien in frühester Zeit zu dem geheimen Wissen zählten, gab es keine schriftlichen Überlieferungen.
Alfred Watkins war britischer Hobby-Archäologe. Er berichtete im Mai 1921 das erste Mal über die Ley-Linien.

Wie schaffe ich mir meinen eigenen Kraftplatz?

Durch das Hinterlassen von eigenen Energien kann sich jeder seinen eigenen Kraftplatz schaffen.
Man sucht sich einen angenehmen Platz im Garten oder in der Natur. Indem man träumt, den Gedanken nachhängt oder meditiert, findet ein Energieaustausch statt. Je öfter ich diesen Platz besuche und mit positiver Energie auflade, umso stärker präge ich meinen persönlicher Kraftplatz.
Kriege oder schreckliche Erlebnisse können einen Kraftplatz auch mit negativer Energie belegen. Ich glaube, jeder kennt das Gefühl, wenn er sich an einem Ort wohl fühlt oder wenn es ihm unbehaglich ist.

Mein Kraftort


Aufnahme: Barbara (eigenes Bild)

Auf der Suche nach einer Hundewiese entdeckte ich das Labyrinth und fühlte mich sofort zu ihm hingezogen. Als ich dem Zentrum näher kam, sah ich unter einem Apfelbaum zwei Bänke stehen. Je näher ich dem Zentrum kam, umso stärker wurde diese unsichtbare Kraft, die mich anzog. Ich blieb eine ganze Weile mit geschlossenen Augen auf der Bank sitzen. Dabei ließ ich meinen Gedanken freien Lauf und meditierte ein wenig. Die Ruhe und die Kraft, die von diesem Ort ausgehen, sind Genuss und Wohltat pur. Wenn mein Hund durch die Gänge läuft, wird auch er spürbar ruhiger und gelassener, aber er schnüffelt gerne durch die Gänge. Setze ich mich eine Weile auf die Bank, legt er sich an meine Füße und döst so vor sich hin. Da das Labyrinth an meiner Hundewiese liegt, bin ich öfters dort. Erst wird der Hund bewegt und dann tanken wir beide frische Energie und ich erde mich dabei.

Lage und Umgebung

Wenn ihr den folgenden Link anklickt, seht ihr das Labyrinth aus der Vogelperspektive.

Bildquelle: https://www.viersen.de/de/inhalt/labyrinth/

Das Labyrinth liegt mitten in einem Freizeitgelände, zusammen mit einem Fußballplatz, Basketball- und Volleyballplatz, Grill- und Liegewiesen, Hundewiese und einem Wanderweg. Im Hintergrund ist der Wald zu sehen und zur Zeit ein großes Maisfeld. Ein Parkplatz und eine nahe gelegene Straße scheinen die Ruhe zu stören. Aber dem ist nicht so. Sobald man in die Nähe des Labyrinths kommt, blenden sich alle störenden Einflüsse aus. Man nimmt nur Ruhe und Stille wahr. Bei schönem Wetter befinden sich natürlich mehr Menschen dort. Deshalb gehe ich gerne in den Morgenstunden dorthin. Zur Zeit allerdings meide ich das Zentrum des Labyrinths. Der Apfelbaum hängt voller Äpfel, die überreif sind und abfallen. Auf dem Boden liegend, fangen sie an zu faulen und zu gären. Dadurch sind sie eine willkommene Nahrungsquelle für Insekten. Leider stört das meine empfindsame Nase und ich möchte auch nicht gestochen werden. Daher überlasse ich ihnen in dieser doch recht kurzen Zeit gerne das Zentrum. Ich selbst nutze dann halt nur die äußeren Kreise.

Technische Daten

– das Labyrinth misst 35 x 35 Meter
– es ist dem „kretischen Labyrinth“ nachempfunden 
– eckige Form mit sieben Rundwegen bis zum Zentrum
– ca. 1300 qm groß
– es wurden naturgebrochene Kalksteine aus dem Neandertal genutzt
– die Steine sind ca. 80 cm hoch und 80 cm breit
– zwischen den Steinen setzte man kleine Hecken
– der Weg zum Zentrum ist ca. 500 m lang
– es sind keine Irrwege vorhanden
– kleiner Eingang
– geografisch ist der Apfelbaum in der Mitte der Mittelpunkt der Stadt
– Menschen mit Geh-Einschränkungen können das Labyrinth nutzen, aber leider keine Rollstuhlfahrer


Aufnahme: Barbara (eigenes Bild)

Geschichtlicher Hintergrund

Als mir klar war, dass das Labyrinth mein Kraftort ist, den ich euch zeigen möchte, habe ich im Internet ein wenig darüber recherchiert.Ich war erstaunt, dass das Labyrinth noch gar nicht so alt ist.
Es ist kein natürlicher Ort, sondern wurde von Menschenhand bewusst geschaffen. Das Viersener Frauenforum entwickelte das Labyrinth nach der Überlieferung vom kretischem Labyrinth. Das Gartenbauamt Viersen beauftragte den Künstler Jürgen Vossen 2001/2002 mit der Umsetzung.
Die Idee und deren Umsetzung standen unter dem Motto „Labyrinthe – Frauenwege in Viersen gestern und heute“. Anlass war der internationale Frauentag 2001. Die Idee dahinter war, den Lebensweg der Frauen darzustellen. Nicht immer ist der Lebensweg geradlinig.
Auch ist der Weg eine meditative Einladung, sich selbst zu finden und seinen eigenen Weg zu erkennen.
Aber auch der gestaltete Garten stand mit seiner Aussage Pate.
„Man erreicht ein Ziel im Zentrum durch einen vorgegebenen Pfad“.
Das Labyrinth hat noch eine Besonderheit: geografisch betrachtet ist der Apfelbaum in der Mitte auch der Mittelpunkt der Stadt Viersen.

Das kretische Labyrinth

Der genaue Ursprung des kretischen Labyrinths ist nicht genau bekannt. Eine schöne Überlieferung stammt aus der griechischen Mythologie. In der heißt es, dass der griechische König Minos das Mischwesen Minotaurus in einem Labyrinth auf Kreta gefangen hält. Dädalus beendete die Gefangenschaft, indem er dem Minotaurus mit Hilfe eines roten Fadens den Weg nach draußen zeigte. 

Der rote Faden
Wenn ihr auf den Link klickt, seht ihr eine Zeichnung des kretischen Labyrinths.
Die roten Linien sollen den Weg aus dem Labyrinth darstellen.
http://www.hyperwriting.de/loader.php?pid=132

Wenn ihr dem Link unter dem Zitat folgt, wird deutlich, wie das kretische Labyrinth Einfluss auf den Lebensweg des Menschen nimmt.

Das kretische Labyrinth mit seinen sieben Gängen ist das ursprünglichste aller Labyrinthe. Es spiegelt für mich (m)einen Lebensweg wieder.
Es zeigt auf, dass der Mensch viele Umwege läuft, bevor er in der Mitte ankommt. Das es mal RECHTS mal LINKS herum geht. Mal mehr nach INNEN mal mehr nach AUßEN.

Quelle:
Heike Semrok, zitiert von „Frieden in dir“, https://www.frieden-in-dir.de/buntes/das-kretische-labyrinth/ (Aufruf: 18.10.19, 16:23 Uhr)

Fazit

Auch wenn ich vielleicht von meinem eigentlichen Thema etwas abgewichen bin, war es mir wichtig, das Hintergrundwissen mit euch zu teilen. Denn dadurch hat dieser Ort eine ganz andere Bedeutung für mich bekommen. Ich habe viele Bilder aus verschiedenen Perspektiven gemacht, doch sind die meisten leider nichts geworden.
Als ich diesen Ort das erste Mal besuchte, spürte ich etwas Besonderes. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, WIE besonders dieser Ort für mich ist und welches Wissen er noch für mich bereit hält. Ich hatte in den letzten Jahren einige unschöne Erlebnisse. Durch dieses Referat ist mir klar geworden, was mein Kraftort mir sagen möchte. Ich war so überwältigt von dieser Erkenntnis, das ich es nicht in Worte fassen kann. Da ich mehrere Kraftorte habe, wollte ich euch erst einen anderen Kraftort vorstellen. Ich bin froh, dass ich diesen gewählt habe. Ich wäre sonst nie hinter die Aussage des Labyrinths gekommen.

Quellen und weiterführende Links:

https://schamanenstube.com/ausbildung/kurse/experten/kretisches-labyrinth.html
https://www.frieden-in-dir.de/buntes/das-kretische-labyrinth/
http://www.begehbare-labyrinthe.de/index.php?screen_width=1366&datei=viersen.htm
http://www.publicartwiki.org/wiki/Labyrinth;_J%C3%BCrgen_Vossen
https://secret-wiki.de/wiki/Ley-Linien
https://de.wikipedia.org/wiki/Ley-Linie
https://www.meinviersen.de/pois/steinlabyrinth-viersen/
http://www.publicartwiki.org/wiki/Labyrinth;_J%C3%BCrgen_Vossen
https://rp-online.de/nrw/staedte/viersen/labyrinth-fuehrt-direkt-zu-viersens-mitte_aid-18763483

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Gastbeitrag von Lumnettahexe Barbara
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