Rette die Welt: Plastik in Haushalt und Nahrung

Dieser „Rette-die-Welt“-Artikel befasst sich mit dem Thema Plastik in Haushalt und Nahrung. Bereits in meinen Artikeln vom 05. April und 07. Juni 2019 bin ich auf die Gefahren und negativen Auswirkungen von Plastik bzw. Mikroplastik für uns und unsere Umwelt eingegangen. Nun folgt ein Abstecher in den Bereich des Haushalts und der Nahrungsmittel.

Wer nach meinen bisher erstellten Artikeln etwas aufmerksamer wurde, hat bestimmt bemerkt, wie sehr wir schon vom Plastik umgeben sind. Beim Einkaufen ist vieles doppelt und dreifach verpackt. Mikroplastik kann so ungehindert in das Lebensmittel eindringen, denn wie bereits in den vergangenen Artikeln erwähnt, wird Plastik, sofern alle stabilisierenden und ebenfalls für uns schädlichen Stoffe daraus entwichen sind, porös und zerfällt langsam in seine Einzelteile. Die Nahrung ist somit eine der Hauptaufnahmequellen von Plastik.
Der zweite Punkt in diesem Bereich ist natürlich auch die Nahrungsaufnahme an sich: die überwiegend auf Feiern und Festivals genutzten und beliebten Plastikbestecke, – becher, –teller und –schüsseln. Durch den direkten Kontakt mit der Mundschleimhaut können alle schädlichen Stoffe in den Organismus eindringen.
Punkt 3 und 4 der Plastikaufnahme sind unsere Haut und Atmung. Je mehr Gegenstände aus Plastik sich in unserem Haushalt / Wohnumfeld befinden, u. a. PVC-Bodenbelag, desto mehr Schadstoffe sind in der Luft vorhanden, die wir einatmen werden. Und durch das Berühren der Gegenstände (z. B. Plastikspielzeug, -möbel), werden diese bereits abgesonderten Kleinstteile über unsere Haut aufgenommen.

Regelmäßiges Lüften aller Wohnräume tauscht die belastete Luft aus.

Weiter ist zu empfehlen, einmal pro Woche feucht durchzuwischen und regelmäßig zu saugen, da Staub die Schadstoffe und Mikroplastikteilchen aus der Luft bindet und sie so aus dem Umfeld entfernt werden können.

Nachfolgend listen wir wieder ein paar Alternativen und Hinweise zu bisherigen Produkten auf.

Rubrik Nahrung

  • Einkaufskorb, Jutebeutel oder Baumwolleinkaufsbeutel anstatt Plastiktüten und Tüten mit Plastiksichtfenster
  • Glasflaschen oder Soda Stream anstatt Getränke-PET-Flaschen
  • Eigenen Coffee-To-Go-Becher unterwegs dabeihaben anstatt die bereitgestellten zu nutzen
  • Strohalme aus Stroh, Glas oder Metall anstatt Plastikstrohhalme
  • Pflanzenöle in Glasflaschen anstatt Pflanzenöle in Plastikflaschen
  • Ketchup und Senf im Glas anstatt in Plastik
  • Vorratsgläser anstatt Plastikdosen
  • Bei Pfannenbeschichtungen darauf achten, dass diese aus Keramik sind
  • Kaffee frisch aufbrühen anstatt eine Kapselmaschine zu nutzen
  • Butterbrotpapier oder Papiertüten anstatt Frischhaltefolie
  • Schneidebretter aus Holz oder Glas anstatt aus Plastik
Schneidebretter aus Holz und Glas
Schneidebretter ( Holz und Glas )
Pflanzenöle in Glasflaschen
Pflanzenöle in Glasflaschen
Kaffeefilter

Rubrik Haushalt

  • Taschentuchboxen oder alte T-Shirts aus Baumwolle anstatt Taschentüchern in Bigpacks
  • Auf Kassenbon wenn möglich verzichten, da diese häufig mit einer BPA-Schicht (Weichmacher) überzogen sind – Entsorgung über den Restmüll
  • Möbel aus heimischen Holzsorten anstatt aus Pressspan oder Melaminbeschichtung
  • Stoffwindel anstatt Einwegwindel
  • Spielzeug aus unbelastetem Holz anstatt aus Plastik
  • Zu Weihnachten: Heimische Tanne von einer regionalen Baumschule anstatt eines Plastikweihnachtsbaumes
  • Nassfestes Hygienepapier selber anfeuchten anstatt feuchtes Klopapier aus Plastikverpackungen
  • Putztücher aus Baumwolle oder alten T-Shirts anstatt Spülschwämme
  • WC-Duftstein aus der Toilette verbannen, denn die darin enthaltenen Stoffe schaden mehr, als dass sie nützen
  • Tapeten und Wandfarben mit natürlichen Inhaltsstoffen anstatt Farben, die PVC enthalten
  • Teppiche aus Naturmaterialien nutzen anstatt Teppiche aus Polyester oder Acryl

In diesem Jahr wird noch ein weiteres Thema zu der Plastikreihe hinzugefügt, das da wäre: Kleidung / Textilien.

Folgender Satz ist den Menschen gewidmet, die sich fragen, warum sie denn als Einzelner / Einziger mit der Veränderung beginnen sollten:

Einstein soll gesagt haben: ,,Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

  In diesem Sinne wünsche ich euch ein frohes Plastikfasten und alles Gute.

Quellen:

Aki
Aki
Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.