Waking Persephone Online Workshop – Embracing the Queer and Magical

Disclaimer:

Dieser Beitrag handelt u.a. von nicht-binären, intersexuellen, homosexuellen Menschen und anderen Geschlechts- oder Identitätsformen außerhalb der Cis-Gesellschaft. Jegliche menschenverachtenden, hetzenden oder in anderer Weise verletzenden, diskriminierenden Äußerungen in den Kommentaren werden NICHT geduldet. Wen das Thema nicht interessiert oder sich in seinem Weltbild nicht fähig fühlt, respektvoll mit Menschen umzugehen, dem sei ans Herz gelegt, sich von diesem Blog fernzuhalten.

Im Frühling gab es ein „magisches Wochenende der Vielfalt“ von der in den USA bekannten Schriftstellerin, Künstlerin und Tänzerin Laura „Tempest“ Zakroff. Neugierig auf das bis dahin mir noch recht unbekannte Thema „Gendervielfalt in der Magie“ und darauf, wie Seminare und Vorträge online so sein können, habe ich mich prompt für den 24.4.2021 angemeldet und möchte hier nun ein bisschen berichten und auch andere Menschen dazu ermutigen, sich diesem besonderen, doch immer wichtiger werdendem, Thema zu widmen.

Grundlage war der Mythos von Persephone und den darin vorherrschenden Themen wie Transformation, Verlieren der Unschuld, Liebe, dem Kreislauf von Leben und Tod und Familienstrukturenthemen, die uns damals wie heute immer noch beschäftigen.

Das „Waking Persephone“ startete 2012 als Festival und Vier- Tages Event bis ins Jahr 2016 mit künstlerischen Präsentationen, Vorträgen, Workshops und einem großen Abschlussball- und ritual.

Plattform des Ganzen war Youtube, wo die Künstler:innen ihre Live-Videos hosteten, dazu gab es Diskussionsrunden im Youtube Live-Chat und ebenso im eigens dafür kreierten Discord-Channel. Zugegeben, der Kurs war nicht der günstigste mit 65 US Dollar, aber dafür bekam man ein breites Programm geboten und man hatte Zugang zu außergewöhnlichen Menschen die man sonst nur hätte erleben können, wenn man in die USA geflogen wäre (und das wäre definitiv teurer als 65 Dollar gewesen :)).

Ein weiterer Punkt der „etwas“ befremdlich ist, wenn man nicht laufend Kontakte auf der ganzen Welt hat, war natürlich die Zeitverschiebung. Fing der Workshop in einem Teil der USA (wo er gehostet wurde) um 11:30 Uhr an, war es bei uns schon 17:30 Uhr. Ein Glück hatte ich das Wochenende frei, denn so konnte ich ohne Probleme mitten in der Nacht live die einzelnen Vorträge verfolgen. Wer aber nicht so eine Nachteule ist wie ich, dem sei versichert: es ist keine Geldverschwendung. Die Videos sind bis zum nächsten Event im Herbst noch online was bedeutet, dass man mit dem Ticket ein halbes Jahr lang sich die Videos so oft, wie man möchte anschauen kann, auch mit Untertiteln, wen es abschrecken sollte, dass alles auf englisch ist. Dennoch sei gesagt, dass es nur die automatische Googleübersetzung geben wird, die nicht immer…“passend“ ist (auf deutsch). Ich habe die Live Workshops ohne Untertitel geschaut, im Replay dann mit englischen Untertiteln

Ein wichtiger Aspekt, bevor ich zum eigentlichen Teil komme, möchte ich noch vorwegnehmen: Das soziale Engagement. Von jedem Ticket gingen 10% des Preises an die Trans-Lifeline, einem Sorgen- und Beratungstelefon für Transgender Menschen und wer ein „Wohltätigkeitsticket“ für 100 $ (ca. 90 €) erworben hat, hat damit einem anderen Menschen (entweder Schüler/Student oder einem Geringverdiener) ein vollwertiges Ticket ermöglicht und selbst noch eine Geschenk-Box bekommen (mit T-Shirt, Bücher, Stickern etc.). Wer besonders schnell war, konnte sich ein Early Bird Ticket für gerade mal 45 $ buchen. Als besonderes „Schmankerl“ sei noch hervorzuheben: während des gesamten Wochenendes gab es beim Verlag Llewellyn (der in den Vereinigten Staaten DER Verlag für Magie und Hexerei ist und auch in Deutschland sind einige namhafte Titel verfügbar) 20% auf alle Bücher, mit einem bestimmten Code, der in der Eröffnungsveranstaltung bekanntgegeben wurde.

Gäste und Vortragende waren unter anderem die Autor:innen: Lee Harrington, Misha Magdalene sowie Michelle Belanger als auch Künstler:innen wie Juliana Finch (Singer/Songwriter), Dame Wilburn (Gastgeberin des „Moth Podcast, als auch Inhaberin ihres eigenen Podcasts („Dame’s Eclectic Brain“), Jynx Vervain (Schriftstellerin, Poetin) oder auch Kamrah (Transgender Bauchtänzer). Gemeinsam hatten alle, dass sie in irgendeiner Weise mit Sexualität, Queerness und auch Intersexualität eng verwoben waren und selber auch mit Vorurteilen, Diskriminierung, Verleumdung oder schwerwiegenden Übergriffen zu tun hatten (sei es in der Beziehung oder sogar in der Erziehung).

Bei diesem Workshop wurden allen Möglichkeiten der sexuellen Vielfalt Raum geboten, niemand wurde ausgeschlossen und auch bei den anschließenden Diskussionen herrschte große Einigkeit, tiefgreifendes Verständnis und eine Verbundenheit, die auch ich selten erlebt habe. Denn tatsächlich sind viele (ältere) magische Bücher überhaupt nicht auf diese Vielfalt ausgerichtet bzw. es wird nicht einmal darauf eingegangen. Auch deutschen Büchern fehlt häufig dieser Zugang komplett.

Der ganze Workshop war in drei Segmente eingeteilt: Body, Mind und Spirit. Jedes dieser Segmente hatte drei Veranstaltungen, außer dem Spiritpart, weil es drei Performer (Tanz, Gedichte, Gesang) gab und das Schlussritual. Zwischen den einzelnen Segmenten gab es immer 45 Minuten Pause. Ein Segment dauerte je gut drei Stunden

Part 1: Body

Das Eröffnungsritual hielt Gastgeberin Laura Tempest Zakroff und stimmte uns mit einer leichten und teilweise humorvollen Bewegungsmeditation auf die kommenden Vorträge ein. Danach folgte ihr Vortrag über das wichtigste magische Werkzeug, welches wir besitzen: den eigenen Körper. Angelehnt an ihr neues Buch „Anatomy of a Witch“ (VÖ: 8.6.2021) berichtet sie über die verschiedenen Körperregionen in Verbindung mit Magie und Ritual und gibt eine Menge Handwerkszeuge preis um unsere Verbindung zum Körper und zur metaphysischen Welt zu erfahren.

Als nächstes folgte der Beitrag von Misha Magdalene (non-binäre transgender femme) Autor:in von „Outside the Charmed Circle: Exploring Gender & Sexuality in Magical Practice (dt: Außerhalb des „Komfort-Zirkels“: Erforschung von Geschlecht und Sexualität in der magischen Praxis), wo es in einer Power-Point Präsentation um die Bedeutung von „queeren“ Körpern in der Magie geht und dem von Gayle Rubins 1984 erstelltem „Charmed Circle“. Ganz zu Anfang fand ich sehr schön, dass Misha sich bei den indigenen Völkern bedankt hat, auf dessen Land sie lebt und hat auch uns eingeladen einen kurzen Augenblick den Menschen zu danken, die vor uns auf diesem Land gelebt haben, wo wir jetzt wohnen. Am Schluss stellte sie ein wunderschönes kurzes Ritual vor, um den eigenen Körper als einem selbst zugehörig zu bestimmen.

Diese Ritual ist eine Kurzfassung aus ihrem oben genannten Buch und ich musste schon sagen, dass es ein sehr befreiendes und schönes Ritual ist, welches auch öfter (wöchentlich oder sogar täglich) durchgeführt werden kann. Den Schluss bildete der Leitsatz: „Magic is Queer. Queerness is Magic“, denn Recht hat sie: so wie Magie das Gegenprodukt zu Wissenschaft ist, so ist Queerness das Gegenstück zur hegemonischen (vorherrschenden) Gesellschaft allein durch ihre Existenz. Und das war mal eine schön und stark formulierte Aussage.

Part 2: Mind

Michelle Belangers Vortrag nach der ersten Pause handelt nicht nur von ihrer persönlichen (und nicht gerade rosigen) Erfahrung als intergeschlechtliche Person, sondern auch von ihrem Wunsch dem Dualismus zu entkommen. Denn nicht nur anhand ihres Daseins, sondern auch von tausenden Menschen mehr wird uns klargemacht, es gibt nicht nur zwei Seiten der Medaille. Vielmehr gibt es überhaupt keine Medaille oder Münze, denn sie beinhaltet eben nur zwei, maximal drei Seiten (wenn man die Kante der Münze mitzählt), sondern einen vielseitigen Würfel (oder in ihren Worten ein Farbrad). Mit Michelle machen wir einen Ausflug in andere Kulturen in denen es völlig normal ist „nichts“ von dem vorherrschenden Dualismus zu sein (Two-Spirits bei vielen nordamerikanischen Stämmen, Mahu (Hawaii) oder Fa’afafine (Polynesien/Samoa) oder sogar Überbringer des Friedens, geistige Führer oder Schamanen, da sie „zwischen den Welten“ (des Dualismus) wandern. Auch über verschiedene Götter die nicht-binär sind wurde berichtet. Vom Hermaphroditen bis Seth konnte man viel über uns „Grenzgänger“ lernen. Der Vortrag regte zum nachdenken an, denn die „Mind“ Segmente waren die eher philosophischen und manchmal auch etwas düsteren Vorträge. Gegen Ende lud sie ebenfalls zu einer Reise in die „Grauzone“ ein, in das Spektrum zwischen schwarz und weiß, auf die Pfade von Thoth, Seth, Hermaphrodite und Inanna. Ich für meinen Teil hätte noch Stunden länger ihren Worten lauschen können, wer „echte“ düstere Gothic Musik mag sollte in ihr Nox Arcana Solo Album „Blood of Angels“ reinschnuppern.

Der nächste Workshop „ Our Journey of Authentic Gender“ von Lee Harrington begann mit einer beachtlichen Palette an Trigger Warnungen und einer ausführlichen Vorstellung. Als nächstes folgte eine Übersicht über verschiedene Begriffe, die für die queere Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Auch Cis-Menschen, sollten sich mit diesen Begriffen auseinandersetzen um eine Idee davon zu haben was z. B. das gegebene Geschlecht (assigned gender) ist oder was der Unterschied zwischen ausgedrücktem Geschlecht (gender expression), Geschlechtsidentität (gender identity) oder (kulturellen) Geschlechtsverhalten (gendered behaviour) ist. Aber nicht nur die Begriffe an sich spielen eine große Rolle, auch die verschiedenen Sprachen bergen große Schwierigkeiten. So gab es zum Beispiel Menschen in Alaska, die vor dem Einmarsch anderer Völker gar keine (Personal-) Pronomen in ihrer Sprache hatten und erst durch eine andere Kultur in dieses Sprachmuster gezwängt wurden. Lee’s Interaktion mit uns Zuhörer:innen/Zuschauer:innen war enorm und er stellte ganz bewusst Fragen an uns, die wir für uns oder im Chat beantworten konnten wie z. B die Frage wer uns in welchem Alter gesagt hat, welches Geschlecht wir haben und welche signifikante Bedeutung es für unser Verhalten hatte und die anschließende Frage, wie wir uns in „unserem“ authentischen Geschlecht fühlen, also ohne von der Gesellschaft vorgegebene Wertvorstellungen.

Hier würde ich gerne ein persönliches Beispiel vorstellen, wie unterschiedlich so etwas laufen kann (mit dem Hintergrund, dass fast alle Teilnehmer aus den Vereinigten Staaten stammen, wo andere kulturelle Unterschiede zum tragen kommen): Bei mir waren es meine Eltern, die mir das im Kleinkindalter gesagt haben. Auch wenn ich auf Fotos aus dieser Zeit neben Kleidern auch sehr oft Latzhosen (und auf einem Foto sogar eine Fliege) getragen habe, wurde mir schon beigebracht, dass ich ein Mädchen bin und es sich für mich z. B. nicht gehört in der Öffentlichkeit „oben ohne“ herumzulaufen obwohl man tatsächlich als junges Mädchen „obenrum“ wie ein Junge aussieht bis zur Entwicklung des Busens. Als Kind habe ich mich schon immer mehr mit Jungen verstanden, die Barbie-Puppen, die meine Mutter mir vermacht hatte, waren vielleicht ein bis zwei Wochen interessant. Ich wollte ferngesteuerte Autos (die ich nie bekommen habe) und Lego Bausteine (die ich sehr wohl bekommen hatte). Mädchen fand ich in der Grundschule (und auch auf dem Gymnasium) immer zickig und hing mit den Jungs auf dem Schulhof ab, wo wir im Sandkasten zum Spaß rangelten und es aufgrund einiger kleiner und größerer Verletzungen auch mal ins Krankenhaus ging. Und ich glaube, ich wollte früher auch oft ein Junge sein, weil es mir irgendwie vorkam als hätten Jungen es leichter, z. B wurden dickere Jungen weniger gemobbt als dicke Mädchen, denn Mädchen mussten ja schlank sein etc. Heute mit über 30 Jahren sehe und fühle ich mich (meistens) als Frau (und sehe auch weiblich aus/kleide mich vorwiegend weiblich) aber ich habe in Hobby und Freizeit durchaus „männliche“ (in unserer Kultur als männlich angesehene) Interessen, s.o. „gendered behaviour“, dazu gehören Dinge wie Paintball, LaserTag, Bogenschießen, Vorliebe für Actionfilme, Computerspiele (u.a. auch Shooter) oder auch Bushcraft/Survival. Auf der anderen Seite gelten meine „weiblichen“ Interessen dem Orientalischen/Tribal Tanz, Malen, Zeichnen. Meine Frau hingegen, die vom Äußerlichen eher „männlich“ wirkt (kurze Haare mit Iro, ausschließlich maskuline Kleidung) zeigt in ihrem Verhalten oft (kulturell) weibliche Tendenzen (emotional bei Liebes- und Disneyfilmen oder generell die Vorliebe für solche) obwohl sie in ihrer Jugend oft mit dem Vorurteil, selbst in der eigenen Familie, zu kämpfen hatte, dass sie doch bestimmt lieber ein Mann mit einem „richtig dicken Ding“ sein wolle, weil sie sich männlich kleidete und Fußball spielte. Auch heute erfahren wir noch zusammen oder getrennt diskriminierende Äußerungen und merken ganz häufig, dass die Gesellschaft selten mit uns als zwei sich liebende Frauen klarkommt. So müssen wir uns jedes Mal der Frage stellen „wer denn der Mann in der Beziehung sei“ oder noch besser bei unserer damaligen „wer denn von uns arbeiten würde um das Haus (die Miete) zu bezahlen“. Auch am Arbeitsplatz bei einem sehr queerfreundlichem und offenherzigen Arbeitgeber musste meine Frau sich schon als „es“ quer über den ganzen Wohnbereich beschimpfen lassen „weil man ja von weitem nicht erkennen könne, was „es“ ist“. Ein Lob dafür an den Arbeitgeber, das betreffende Person sich noch am gleichen Tag die fristlose Kündigung abholen konnte, was aber leider längst nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme ist.

Dieser Vortrag von Lee und unsere eigenen Erfahrungen zeigen deutlich, dass noch sehr viel mehr Handlungsbedarf in der Politik aber auch bei jedem einzelnen Menschen besteht. Um kurz mal auf den magischen Aspekt zu kommen: Im Wicca war es früher häufig so, dass männliche Personen von weiblichen Personen ausgebildet wurden und umgekehrt. Was ist mit Menschen die sich dabei unwohl fühlen (ich würde auch nicht von einem Mann eingeweiht werden wollen, obwohl ich an sich kein Problem mit Männern habe). Was ist mit Menschen, für die die Dualität, wie sie in vielen paganen Strömungen vorkommen, nicht gelten. Michelle Belangers Vortrag hat uns eine kleine Vorstellung davon gegeben, welche Wesenheiten „Grenzgänger“ sind und somit auch für nicht-binäre Menschen von Interesse. Auch meine persönliche Reise scheint noch weiter zu gehen, als bisher angenommen auch wenn ich mich nicht als Trans-Mensch sehe. Aber irgendwas scheint da „noch mehr“ zu sein, nach meinem Coming Out mit knapp 17 Jahren als homosexuelle Frau.

Part 3: Spirit

Nach der Podiumsdiskussion (Community Panel) mit allen Vortragenden und der Dinnerpause (bei uns war es schon mitten in der Nacht) gab es im letzten Teil die künstlerischen Performances. Sehr eindrucksvoll war hier die Darstellung des transmaskulinen Tänzers Kamrah, der dramatisch seine Transformation visualisierte (im Hintergrund begleitet von eingespielten Hasskommentaren, die Betroffene erfahren mussten). Auch Dame Wilburn gab eine eingängige und berührende Geschichte zum Besten in ihrer Perfomance „I got 5$ on it“ philosophierte sie mit uns über Träume und dass diese Träume nie genug seien oder dass Menschen, die ihre (materiellen) Träume nicht erreichen können, von Verlustgefühlen und Versagensängsten überwältigt werden, weil die Gesellschaft so ausgeprägt ist. Anstatt froh darüber zu sein ein Dach über den Kopf zu haben und die Familie ausreichend ernähren zu können. Dass es für einen normal regulär arbeitenden Menschen nicht möglich ist ein Millionär zu werden, aber dass alle dennoch danach streben wollen, selbst wenn sie wissen, dass sie dieses Ziel nie erreichen. Trotz dieses gesellschaftskritischen Themas schaffte sie es, uns mit einem Augenzwinkern und ihrer charmant-ehrlichen und knallharten Art zum Lachen zu bringen. Sie hat uns auch darüber nachdenken lassen, dass wir unser Schicksal zu 100% ändern können, wenn wir uns nur 5% darauf konzentrieren, weil wir zu viel damit beschäftigt sind in Schubladen der Gesellschaft zu passen.

Jynx Vervain gab unter anderem ihr sehr berührendes Gedicht „Dissent of Persephone“ (Persephones Zwiespalt) und einige andere ihrer geschriebenen poetischen Werke zum Besten. Am Schluss erfreute Juliana Finch uns mit einem fast 50 minütigen Konzert unter dem Motto „We are the other girls“ mit Akustik-Gitarre und einer wunderbar rauchigen County-Stimme und meist selbstgeschriebenen sehr persönlichen Songs und ein paar Cover-Hits, die sie mit dem Thema dieses Wochenendes verband.

Zum Schlussritual kamen noch einmal alle Vortragenden zusammen und versuchten jede:r in einem Wort die wundervolle Reise zusammenzufassen inklusive uns Zuhörern. Viele von uns haben neue Erfahrungen gemacht, neues für sich entdeckt. Wir haben definitiv nicht nur unseren Horizont erweitert sondern auch uns präsent gemacht und uns selbst bewusst gemacht – für uns – nicht für andere.

Tatsächlich erhoffe ich mir, dass auch ähnliche Veranstaltungen in Deutschland Einzug halten, die Magie und Sexualität vereinen und in einen Konsens bringen. Viele von uns sind schon Pioniere auf diesem Weg und ich wünsche mir, dass es mit der Zeit mehr werden, sich stark machen, die uns sichtbar machen, vielleicht wenn wir es aus persönlichen Gründen nicht selbst tun können.

Für alle Interessierten rate ich, das Herbstevent ins Auge zu fassen, das Datum ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikel noch nicht bekannt aber wenn man die Waking Persephone Homepage oder auch die Social Media Kanäle im Auge behält wird man fündig. Für mich war es eine spannende Reise, ein magisches Wochenende und eine unglaubliche Bereicherung für meine innere Haltung und was ich auch nach außen tragen möchte.

Quellen:

Home

https://owlkeyme.threadless.com/ (Persephone Shop)

Literatur zum Thema (englischsprachig):

Misha Magdalene- Outside the Charmed Circle*

Lee Harrington, Tai Fenix Kulystin- Queer Magic*

Tómas Prower- Queer Magic LGBT+ Spirituality and Culture from around the world*

Laura Tempest Zakroff – Anatomy of a witch (a map to the magical body)*

Christopher Penczak- Gay Witchcraft (Empowering the Tribe)

Thista Minai- Casting a queer circle (Non-Binary Witchcraft)

Cassandra Snow- Queering your Craft: Witchcraft from the Margins

Phoenix LeFae, Gwion Raven- Life Ritualized: A Witch’s Guide to Honoring Life’s Important Moments

Webseiten der Autoren und Künstler:

Kamrah:

http://tattooedbellydancer.com/

https://www.patreon.com/kamrahbellydance

Juliana Finch:

https://music.julianafinch.com/

https://www.patreon.com/julianafinch

Dame Wilburn:

https://podcasts.apple.com/us/podcast/dames-eclectic-brain/id1376097293

https://themoth.org/storytellers/dame-wilburn

Laura Tempest Zakroff:

https://owlkeyme.square.site/

https://www.patreon.com/owlkeyme

Lee Harrington:

http://passionandsoul.com/

https://www.patreon.com/passionandsoul

Michelle Belanger:

https://www.michellebelanger.com/

https://www.patreon.com/haunted

Beitrag von Sunrayravyn
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