Mein Totemtier, die Eule

selbst gemalt von Esmeralda anno 2017

Die Eule

Mich begleiten irgendwie schon immer Eulen; ich wusste nie warum, aber meine Mama schenkte mir mehrere Kuscheltiereulen als Kleinkind, später bekam ich Keramik- und Holzfiguren von Freunden geschenkt und Verwandte von mir sagen oft wenn ich zu Besuch bin: „Du olle Eule!“ Oder: „Du guckst genauso wie eine Eule.“ Mich hat das schon immer etwas verwundert, weil ich auch in der Vergangenheit viele Bilder mit Eulen malte und etliche meiner selbst geschriebenen Geschichten von Eulen handeln. Ich habe auch eine Meditation verfasst mit dem Totemtier Eule. Aber alles, ohne den Hintergrund zu kennen. Ich habe erst durch die Lumnettas von einem Totemtier erfahren, das einen eine Zeit lang begleitet oder mit einem den Lebensweg ein Leben lang teilt. Bei mir war es laut Tabelle die Eule. Eine Erkenntnis, die mir viele Fragen beantwortete und durch die ich heute, nachdem ich das weiß, noch inniger in Verbindung mit meinem Totemtier stehe. Ich weiß endlich, warum ich mein ganzes Leben lang schon so eine Liebe zu diesem Tier habe.

Eulen verkörpern Weisheit, Einsicht und Intuition, sie beobachten alles ganz genau und haben großes Wissen. Im alten Griechenland war der Steinkauz das Attribut der Göttin Athene und symbolisierte die Aura des Geheimnisvollen.

Vom 23. November bis zum 21. Dezember, also in der Zeit der langen Nächte, regiert im Zeichen des Schlangenträgers und Schützen das Totemtier „die Eule“.

Ich möchte mit euch gerne eine Meditation teilen und euch einen Moment der Leichtigkeit in der Seele geben… Vielleicht probiert ihr mal die folgende Traumreise aus. Auch wenn ihr andere Totemtiere habt, denke ich, kann man die Traumreise erleben.

Traumreise

Ein Traum aus Wolken

Lege dich bequem hin und lausche der Musik. Schließe deine Augen und atme tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Atme ganz ruhig und gleichmäßig. Spüre, wie sich dein Brustkorb hebt und wieder senkt bei der Atmung. Fühle, wie die Energie durch deine Füße, deine Beine hinauf steigt und dann in deinen Bauch. Dann zu deiner Brust und über die Schultern in deine Hände. Lausche der Musik und genieße diesen Augenblick.

Stell dir vor, du bist in einem warmen Raum, in dem ein Ohrensessel steht. Eine alte Stehlampe taucht den Raum in ein warmes Licht. An einer Wand vor dir ist eine Holztür. Du läufst darauf zu und aus dem Schlüsselloch scheint ein helles Licht. Du spürst die Neugierde in dir aufsteigen und öffnest die Tür.

Dahinter begrüßt dich ein warmer Sonnenschein. Kleine Schäfchenwolken ziehen über den Himmel . Du gehst den Weg hinauf zu einem moosbewachsenen Hügel und möchtest die Wolken berühren können. Alles fühlt sich so leicht und unbeschwert an. Du gehst immer weiter und lauschst der Melodie des Windes.

Oben angekommen bist du dem Himmel so nah und doch so fern. Eine Eule schwebt hoch oben über dir und du siehst ihr zu, wie sie auf dich zufliegt. Du fragst dich, ob sie dich mitnehmen kann in die Wolken. Du möchtest schwerelos fliegen und die Freiheit spüren…

Du sprichst zu dem Federtier, das kurz darauf über dir kreist. Aus seinen Flügeln fliegen funkelnde Kristalle auf dich zu und ein Regen aus Glitzer prasselt über deinen Kopf. Du spürst die Teilchen langsam deinen Kopf hinunter rieseln, über deine Arme und deine Brust. Ein Gefühl von Leichtigkeit durchströmt dein Herz und du breitest deine Arme aus, um noch mehr von dem funkelnden Regen aufzufangen.

Dir wachsen Flügel aus deinen weit ausgebreiteten Armen und deine Sachen, die du am Körper trägst, werden zu einem leichten Federkleid… Du verwandelst dich in eine wunderschöne Eule. Dann verschwindet der Funkenregen und du spürst die Kraft in dir aufsteigen. Du schlägst mit deinen Flügeln und hebst vom Boden ab. Kurz darauf schwebst du schon hoch oben am Himmelszelt und gleitest durch den Dunst der weißen Wolken.

Alles ist so friedlich und leicht. Die Lebensenergie fließt durch deinen ganzen Körper, als du langsam in deinem Flug sinkst und auf dem Weg landest. Beim Berühren des Bodens verwandelst du dich langsam, Stück für Stück, zurück in einen Menschen und bald schon stehst du lächelnd da und schaust der Eule am Himmel nach, wie sie hinter dem Horizont verschwindet. 

Du fühlst dich immer noch so leicht wie eine Feder und alles kribbelt in deinem Körper. Du nimmst das Gefühl mit auf deinem Weg nach Hause und gehst durch die offene Holztür zurück in den Raum. Du schließt die Tür hinter dir und merkst, dass die Kraft aus deinen Armen zurückkehrt in deine Brust, dass dein Atmen kräftiger wird und die Energie aus dem Bauch in deine Beine fließt.

Du streckst dich kräftig und schüttelst deine müden Beine und Arme aus. Dann öffnest du deine Augen und liegst noch einen Moment so da. Du richtest dich auf und atmest kraftvoll in deinen Bauch… Nimm das Gefühl der Leichtigkeit mit in deinen Alltag und nimm alles, was passiert, nur halb so schwer. Du wirst sehen, dass du dein positives Gefühl mit anderen teilen kannst.

Esmeralda
Esmeralda
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One thought on “Mein Totemtier, die Eule

  • Vielen Dank für diese schöne Traumreise, Esmeralda! =)

    Ich habe die Reise zwar noch nicht im Stillen durchgeführt, bin aber beim Lesen der Wort bereits abgehoben. 😉

    Du hast ein tolles Totemtier. 🙂

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